Was ich so an manchen Tagen mache: 4

Was war das denn?



Was war das denn?
 

 
Kommt zusammen und nehmt mir all meine Schuld. Kollektiv. Schuld. 
So ist es doch gemeint, oder.

“Ich kann verstehen, was Dich so an einem Stuhlkreis stört”, sagt sie. Sie ist jetzt meine Verbündete, denke ich, und lege die Hände gefalten zusammen.
 

 
Wenn es in einem Leben 1 jahrelangen Prozess gibt, gibt es dann auch einen Prozesstag. Und falls ja, was passiert dann dort, frage ich mich. 
 

Transgenerationale Weitergabe kriegsbedingter Traumatisierungen.
Transgenerationale Weitergabe persönlichkeitsgestörter 
Transgenerationale Weitergabe 
Transgenerational
 

 
Menschen, Menschen, da sind sie wieder. Vor mir, hinter mir, neben mir. Alle laut und alle schnell, keiner sieht hin, keiner lacht los. Alle schreien und hetzen und drängen und drücken und sind sich selbst am nächsten. Und wer bin ich?
Vorsicht!, möchte ich leise sagen, Ihr Handy rutscht gleich aus der Tasche. Kommen Sie mal her, möchte ich fast sagen, – und dann? Ich möchte auf alle aufpassen, denke ich. “Vielleicht möchten Sie auch nur, dass alle auf Sie aufpassen”, würde Frau Professorin sicherlich anmerken. Trauen Sie sich, ihr Kind zu leben!Stehen Sie zu Ihren kindlichen Bedürfnissen! Nehmen Sie sich, was Sie nie bekommen haben. Es wird Ihnen niemand sonst mehr geben!, sowas sagt und meint sie.
 

 
Menschen, Menschen, Da sind sie wieder. Vor mir, hinter mir, neben mir. Alle laut und alle schnell, keiner sieht hin, keiner lacht los. Alle schreien und hetzen und drängen und drücken und sind sie sich nicht selbst am nächsten? Und falls ja: wer bin ich? „Excuse me, excuse me, do you speak English?” Of course, I do, of course, I do, sage ich (und beruhige / wen eigentlich?), but would you please stop shouting at me, would you please stop shouting at me! But yes, the next train is the right one, so do not panic, do not panic.
 

 
Bitte erkläre es mir, ich würde es so gerne verstehen, sagt er. 
Schon im Zug mit Dir im Kopf. Ich würde es so gerne verstehen, sagt er, vielleicht meint er auch Ich würde Dich so gerne verstehen.
 
Im Zug und nicht alles rauscht vorbei, sondern ich rausche vorbei, auch an einem Schadstoffhof. Alles funktioniert. Alles hat seinen Platz, denke ich. A place for everything and everything on it‘s place. Gibt es hier noch einen Platz zum Leben?
 
Kann ich hier leben?

Ich bin vermutlich ausgestiegen.
Denn plötzlich sind sie da.
 
„Isst Du mit uns?“
Hm? Was?
Ach so. Essen. Eh. Ja. Ja. Vielleicht. Wenn nur diese Ängste nicht wären, wenn nur diese Ängste nicht wären aber ja, gut, ok.
 

 
Hi!
Hi!
Hi!
Hi!
 
Hi.
Endlich ist etwas übrig geblieben für mich.
Endlich ist etwas übrig geblieben für mich.
Endlich ist jemand übrig geblieben für mich. 
Wenn Du schon die Stadt verlassen hast, die uns beiden nicht gehört, so ist endlich jemand übrig geblieben für mich.
 

 
Alles hier muss raus, rufe ich nicht so viel später und lege dabei die Hände auf Höhe der Ohren. „Boy!“, rufe ich in den Lautsprecher hinein, alles hier muss raus, ich brauche Deine Hilfe, bitte komm! „Boy!“, sage ich. „Girl!”, sagt der boy. “Bist Du denn nun völlig verrückt geworden? Bald findet sich nichts mehr in Deinem Zuhause. Wo willst Du nur hin?“

Ich will Platz machen für Möglichkeiten, in denen eine Bewegung die andere freigibt denke ich. Wieso glaubt mir das keiner. 

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*„Was machst Du eigentlich den ganzen Tag?“ (WMDEDGT) ist ein Projekt von Frau Brüllen.
An jedem fünften eines Monats fragt sie Bloggerinnen und Blogger, was sie so erlebt haben, an diesem einen Tag im Monat. Dabei ist es nicht wichtig, ob es Montag, Dienstag, Mittwoch, kalt, warm, regnerisch oder stürmisch draußen oder im Herzen ist. Wer antworten will, findet Antworten.

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