love & lethargy

Hey na.
Na selber.
Hm.
Was hm.
Hm und jetzt?
Wie, jetzt?
Ja wie fragte ich, jetzt.

Ernsthaft jetzt?
Schon, ja. Warum auch nicht?
Ja weil JETZT schonmal gar nicht, deswegen! 😡

Echt? … Sei ehrlich.
Bin ich, und zwar schon die ganze Zeit!
Ok na gut.
Ok.


Hm na.
Hm ja? 
Was denkst Du so.
Weiß ich nicht.
Ja ich ja auch nicht deswegen frag’ ich Dich.
Naja.
Lass so, erstmal, denk ich.

Ja gut ok 🙁
Gut.
Guti.
Juti.
Ha ha.
Da lachst Du.
Ja, Du ja auch.
Ja. Aber nur kurz.
Ok ich auch :-/

Also tschüss jetzt erstmal.
Tschüssi.
Ciao dann.
Ciaoi.
Ha ha, da lachst Du wieder.
Ja, aber nur wegen Dir lach ich, ich lach immer nur wegen Dir.
Und manchmal heul ich auch wegen Dir.
Ja, ich weiß.
Aber ich tröste Dich dann auch, wenn Du wegen mir weinst.
Das stimmt.
Und denk nicht, dass ich nicht auch manchmal heule wegen Dir.

Na gut, wenn Du meinst.
Nicht gut, wenn Du weinst.
Ha ha.
Manchmal bist Du so süß manchmal <3
<3



Hm na
Hm ja?

Hör mal.

Ja. Ich höre.

So war das alles damals nicht gemeint.
Ah ja, ach nein? Wie denn dann, ich mein‘…

Naja ich kann da ja auch nich raus, aus meiner Haut.
Hast Du die Zeile von Gloria geklaut?
Mensch ich mein‘s ernst.
Ich weiß, ich auch, tut mir leid.

Also ich kann nicht raus aus meiner Haut hab ich gesagt!

Hast Du denn schonmal jemanden gesehen der das kann?
Und trotzdem schreien die anderen sich nicht ständig an!



Ich hab doch gar nicht geschrien und das weißt Du auch.
Ja ok, aber es hat sich für mich schon so angefühlt.
Aber das ist doch dann Dein Problem nicht wahr.
Schon wahr ja, aber.
Nichts aber, darauf bestehe ich, aber wirklich.
Ja gut ok.
Ja gut ok.



Na?
Na?

Können wir uns wieder liebhaben bitte.
Ich hab Dich nämlich ganz doll lieb wenn ich ehrlich bin.
Und ich kann das jetzt auch in eine Sprachnachricht schreien, oder auf die Straße, oder in eine Vorlesung, die Du nachher besuchen wirst. Ich würd’ einfach die Tür aufreißen und schreien, wie verrückt würd ich schreien, wie lieb ich Dich hab. Wär mir alles egal. Und dann mach ich die Tür ganz schnell wieder zu und laufe davon, damit ich keine Konsequenzen tragen brauch. Ich trag doch eh schon viel zu schwer. Hi hi.

Du bist ja bescheuert. Ha ha.

Ja, aber nur manchmal.
Wenn ich jemanden ganz doll lieb hab, so wie dich jetzt zum Beispiel, dann tritt das besonders stark hervor. Ich kann es kaum regulieren es tut mir leid. Glaubst Du mir das jetzt.

Ja ok ich glaube dir.
Danke.
Ich hab dich ganz doll lieb.
Danke ich dich auch.

Nachti Nacht.
Ha ha ja Nachti Nacht.

Ich find Dich manchmal ganz schön bescheuert.
Du bist wie so ein Querkopf und nur mit den Querköpfen wird aus den Längsköpfen ein Muster oder so. Wusstest Du das? Woher ist das nochmal? In Deiner Küche hängen doch so Zeilen, in Deiner Küche, oder.

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Eigentlich heute

Those thousand questions
[Und eine der Stimmen]
Which spread a bound
[Die Enge als Zeit
Es dreht sich um mich]
Bring in the end
[Unnütze Fakten spricht]
Those thousand questions
[Diese tausend Fragen
die sich verzweigen]
Which spread a bound
Bring in the end 
drunkenness
and madness
intoxication and madness

Those thousand questions
bring in the end
only intoxication
drunkenness and madness
madness and intoxication
 
[Keine Sachen machen, keine Worte denken. Grenzenlose Liebe wird mein Herz beschenken –

Diese tausend Fragen 
Die sich verzweigen
 

 
Ich finde Sie ein bisschen verrückt. (nicht heute)
Ich bitte Sie, wissen Sie denn nicht: Es interessiert mich nicht, was Sie finden. (heute)

Oh, guck mal! Ein Zitronenfalter! (auch heute)
 
Nina, Nina, ich bin so stolz auf Dich.
Sieh Dich nur an, sieh Dich nur um! (heute)
Nein, denke ich, nein, zu lang habe ich mir die Hände vor das Gesicht geschlagen. Ich bin erblindet, erblindet ob der Schön- und Hässlichkeiten dieses Lebens.
Es ist etwas anderes, was ich sehe.
 
Ich sehe mich in allen Spiegeln.
Ich spiegel‘ mich in allen Scheiben.
Ich bin da! 
Wer bin ich, wenn mich niemand spiegelte?
 
Hör doch mal auf zu denken! (nicht heute)
Ein Wesen, das sich keine Gedanken macht, ist das ein Mensch oder ein Tier, frage ich. (heute)
 

 
Du bist wunderschön, ich schwör’s Dir!, ruft ein Mann der Frau hinterher. Sie aber geht weiter und dann flucht er. Doch die Worte, sie wurden gesagt, sie wurden gehört. Ich kann es versichern, das möchte ich dem fremden Mann tröstend in die Arme legen. Ich habe gehört, was Du sagtest. Die Worte waren da. Du bist da. Ich war da.
 

 
Frag Menschen, die Freude in Dir sahen! Frag Menschen, die Freude in Deinem Gesicht sahen, als Du dich mit jemandem austauschen konntest. Bei Jemandem, der sah, was Du einst sahst. 
Wie kann man es auch sonst erklären.  
 


Ihr seid vom Leben gezeichnet und ich werde vom Leben geschrieben. 
Ha! Und nun sagt mir, womit habe ich das verdient?
 

 
Du kannst Dich nicht trennen von Deinem Früher. Deine Art zu lieben ist in Deinen Fingerspitzen. Wie sie berühren und wie lang sie es halten, dort steht es, Deine Fingerspitzen, sie werden Dich verraten. 
 
Nein, denke ich, in Panik ergriffen, ich weiß es. Ich kann darüber gehen, ich weiß, wie ich liebe. Anders als ihr. 
 

 
Guck mal, ich habe ein Symbolbild meiner Kindheit gefunden.
Willst Du es sehen? (heute)

Ich frage das fast fröhlich, denn es ist wahrlich ein Grund zur Fröhlichkeit. 
Denn endlich, endlich ist er da, ein erster Beweis. 
Oh ja, antworten sie, so unbefangen und neugierig wie sie sind, wie Kinder, bis sie sehen, wo ich war.
 
Die Eine schlägt die Hand vor ihren Mund. Jetzt weiß ich auch, woher ich das habe, es ist ja natürlich. 
Die Andere beginnt spontan, die Erwachsene auf dem Bild zu beschimpfen.
 
Du hast meine Mutter beschimpft, sage ich atemlos.
Danke für die Anerkennung, sage ich anerkennend.
 
Zweifel: Kann das Heilung sein? 
 

 
Und dann fragte mich mal jemand, ob man von Zufall sprechen könne, wenn eine Tür zufalle. 
 

 
Power in the arms, flexibility in the mind 
Power in my arms, flexibility in my mind
 
“Sieh Dich nur um. Look around!” (heute)
 

 
Ich habe Schuld übernommen und dann modifizierte sie sich. 
Denn es war ja anders. Du hast mir das angetan, und ich habe es benannt.

„Nina, nein! Lass Dir das nicht sagen! Nur weil jemand sagt, dass es draußen regnet, hat er den Regen nicht gemacht.“ (heute)
Ja, stimmt, denke ich, das ist ein schlauer Gedanke. Also, nochmal von vorn: Du hast es getan und ich habe es benannt. Du hast mir das angetan und ich habe es lediglich benannt. 
 

 
Wie Du dort gesessen hast, so friedlich. Und als wir wieder kamen, begannen Deine Schmerzen.
Aber ihr wart doch meine Eltern, Vater, das wart ihr doch, oder etwa nicht? (nicht heute)

Dann sage ich: so viele Glasflaschen hier. Ich seh‘ die Kindheit vor lauter Flaschen nicht mehr.
Bin ich noch da.
 
Anecken
Anecken
Man ist eben anders jetzt, im gleichen Raum noch.
Wie soll das gehen?
 

 
Ihr habt Schuld. Ihr habt Schuld. I see guilty people. (heute)
I – see guilty people.
Ist es nicht so? Ist es nicht so. 
 
Menschen lächeln mich an.
Wie werde ich mich je einem Mann erklären können?
Ich müsste krank sein.
 

 
Geh‘ nach Prag, girl. Geh nach Prag. Es ist schön dort, es wird Dir gefallen. Lass uns nach Marrakesch, girl, Lass uns nach Marrakesch, wir würden solch einen Spaß haben!
 
Deine Mutter wollte auch immer nach Prag. Wieso ausgerechnet Prag?
 
Berlin, Breslau, Cottbus 
Oppeln, Meissen, Dresden.
 
Meine Heimat ist da, wo ich Brot backe, behauptest Du.
Hör auf so einen Mist zu erzählen, wage ich zu denken, nervös die Hände vor den Mund legend. Du hast in Deinem Leben noch nicht ein einziges Mal ein Brot gebacken. 
 
Es mag Dinge geben, die sind auch in der Kunst nicht zu bewältigen
 

 
Perspektivwechsel
Wie anders die Stadt aussieht, wenn man sie beobachten kann.

Meine Heimat ist da, wo ich Brot backe.
 
Stiefel, Mantel, Mütze (heute)
Nina, denk daran, was Du alles geschafft hast. Sieh dich doch nur um. Look around! (heute)
Die Sonne, die Sonne. (heute)
 
Menschen lachen, ich lache.
Es gibt so eine Zeit, in der man von Glück sprechen kann. 
(eigentlich heute)

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