love & lethargy

Hey na.
Na selber.
Hm.
Was hm.
Hm und jetzt?
Wie, jetzt?
Ja wie fragte ich, jetzt.

Ernsthaft jetzt?
Schon, ja. Warum auch nicht?
Ja weil JETZT schonmal gar nicht, deswegen! 😡

Echt? … Sei ehrlich.
Bin ich, und zwar schon die ganze Zeit!
Ok na gut.
Ok.


Hm na.
Hm ja? 
Was denkst Du so.
Weiß ich nicht.
Ja ich ja auch nicht deswegen frag’ ich Dich.
Naja.
Lass so, erstmal, denk ich.

Ja gut ok 🙁
Gut.
Guti.
Juti.
Ha ha.
Da lachst Du.
Ja, Du ja auch.
Ja. Aber nur kurz.
Ok ich auch :-/

Also tschüss jetzt erstmal.
Tschüssi.
Ciao dann.
Ciaoi.
Ha ha, da lachst Du wieder.
Ja, aber nur wegen Dir lach ich, ich lach immer nur wegen Dir.
Und manchmal heul ich auch wegen Dir.
Ja, ich weiß.
Aber ich tröste Dich dann auch, wenn Du wegen mir weinst.
Das stimmt.
Und denk nicht, dass ich nicht auch manchmal heule wegen Dir.

Na gut, wenn Du meinst.
Nicht gut, wenn Du weinst.
Ha ha.
Manchmal bist Du so süß manchmal <3
<3



Hm na
Hm ja?

Hör mal.

Ja. Ich höre.

So war das alles damals nicht gemeint.
Ah ja, ach nein? Wie denn dann, ich mein‘…

Naja ich kann da ja auch nich raus, aus meiner Haut.
Hast Du die Zeile von Gloria geklaut?
Mensch ich mein‘s ernst.
Ich weiß, ich auch, tut mir leid.

Also ich kann nicht raus aus meiner Haut hab ich gesagt!

Hast Du denn schonmal jemanden gesehen der das kann?
Und trotzdem schreien die anderen sich nicht ständig an!



Ich hab doch gar nicht geschrien und das weißt Du auch.
Ja ok, aber es hat sich für mich schon so angefühlt.
Aber das ist doch dann Dein Problem nicht wahr.
Schon wahr ja, aber.
Nichts aber, darauf bestehe ich, aber wirklich.
Ja gut ok.
Ja gut ok.



Na?
Na?

Können wir uns wieder liebhaben bitte.
Ich hab Dich nämlich ganz doll lieb wenn ich ehrlich bin.
Und ich kann das jetzt auch in eine Sprachnachricht schreien, oder auf die Straße, oder in eine Vorlesung, die Du nachher besuchen wirst. Ich würd’ einfach die Tür aufreißen und schreien, wie verrückt würd ich schreien, wie lieb ich Dich hab. Wär mir alles egal. Und dann mach ich die Tür ganz schnell wieder zu und laufe davon, damit ich keine Konsequenzen tragen brauch. Ich trag doch eh schon viel zu schwer. Hi hi.

Du bist ja bescheuert. Ha ha.

Ja, aber nur manchmal.
Wenn ich jemanden ganz doll lieb hab, so wie dich jetzt zum Beispiel, dann tritt das besonders stark hervor. Ich kann es kaum regulieren es tut mir leid. Glaubst Du mir das jetzt.

Ja ok ich glaube dir.
Danke.
Ich hab dich ganz doll lieb.
Danke ich dich auch.

Nachti Nacht.
Ha ha ja Nachti Nacht.

Ich find Dich manchmal ganz schön bescheuert.
Du bist wie so ein Querkopf und nur mit den Querköpfen wird aus den Längsköpfen ein Muster oder so. Wusstest Du das? Woher ist das nochmal? In Deiner Küche hängen doch so Zeilen, in Deiner Küche, oder.

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Risotto mit Artischocke

Ich liege viel höher jetzt.
 

 
Bald bin ich hier weg.
Bald wäre zu definieren, weg auch.
 

 
Eine Umarmung. Noch eine. Und noch eine. „Hey, was soll das denn? Was ist los mit Dir?“, frage ich erstaunt und fast schon verärgert.

Es war wie eine dreimalige Entschuldigung, die noch nicht ausreichte. Wir wussten es doch beide. Ärgerlich also, dass wir Bezeugende dessen wurden.
 

 
Um 1 Schlüssel leichter.
So spielt es auch anders in meiner Manteltasche.
Um 1 Schlüssel leichter.
So, wie ich gehe, umspielt mich eine ganz neue Melodie.
 

 
Tage später. Oder sind es vielleicht sogar Wochen? Und waren wir es nicht, die sich einig darin waren: Immer, wenn wir uns verliebten, waren wir unglücklich.
 

 
1000 Schritte weiter. Bis mir alle Interpretationen im Weg stehen.
Nichts ahnend war ich nie. Das war ich morgens, in den Spiegel sehend. 
 

 
Alte, zynische Scheißmänner, die missbilligend lachen. Wo bin ich? Nicht so weit von Dir entfernt. Wieso bin ich hier und nicht bei Dir? Scheiß Journalisten, denke ich, verantwortlich für das Kultur-Ressort, wie sie, Beine übereinanderschlagend ihren scheiß Spiralschreibblock auf ihren scheiß zu schmalen Oberschenkeln liegend mit Blei beschweren. Ja hallo, ich bin verantwortlich für Kultur und deswegen wichtig hallo lassen Sie mich durch und wenn mir danach ist, zerreiße ich Sie und Ihre ganze Arbeit in ein paar Zeilen und damit meine ich Ihre Existenz ok denn hier steht’s, hier, und hier sitze ich, nämlich erste Reihe, und eigentlich geht es in diesem Theaterstück um mich, um mich, und jeder, der Ahnung hat, weiß das ok.

Scheiß Journalisten!
Das war ich abends, Menschen sehend.
 

 
Ich fahre jetzt zu Dir, ok.
Ich fahre jetzt zu Dir.
Ok?
Ich meine, ich bin ja eh schon da.
 

 
In welcher Situation war ich? In welcher Konstellation bin ich jetzt? Und wieso ist sie so anders als die gestrige. Wie schnell kann ein Leben sein?
 

 
Ein Abendessen.
Wie schön und reich wurde der Tisch gedeckt.
Sag, wie war es denn?, das möchtest Du wissen.
Nicht gut, sage ich, aber es ist nicht mehr schlimm.
Ach, sagt sie, die immer an meine Träume und all die verrückten Geschichten glaubt, vielleicht, weil sie selbst viele Träume und verrückte Geschichte in Erfüllung hat gehen sehen, na gut, aber ich hätte es Dir dennoch gewünscht. Danke, sage ich, aber mein Leben ist bereits ein anderes, lass uns einfach Wein trinken und Risotto essen ok?
 

 
Es war schön.
Ja, das war es.
Denk dran, sage ich. 
Ja, und denk auch Du dran: keine Angst!
Keine Angst!, wiederhole ich und balle die Hand zur Faust.
Und falls doch, sage ich, mache ich es wie Du, nämlich doch.
 
Keine Angst, denke ich, und schreibe: Wie geht’s denn so.
Ich bin gerade eine Tom Waits Coverband, sagst Du.
 
Aha ja gut, sage ich, wenn‘s hilft why not.

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The ballad of bird and fox

Ein Kind in meinen Armen in der Nacht, und während des Schaukelns zittern mir die Knie. Was, wenn ich es nicht schaffe, dieses Kind sowie mich zu beruhigen.
So, wie es auch nie jemand schaffte, sich oder wenigstens mich zu beruhigen.
Was dann.

They say that we can’t do it.
Let’s prove them wrong tonight

Es ist nicht nur ein wimmerndes Kind, es ist nicht nur ein wütendes Kind, es ist eine Bewährungsprobe. Wimmernd, das Kind, vielleicht aufgrund der Träume, die nachts durch einen viel fantasievolleren Geist jagen, als wir es uns je erträumen könnten. Wütend, weil eigentlich will es doch nichts anderes als schlafen.

Peaceful is the bird in the morning
Grateful is the fox in the evening
Gotta wake ‘em up!
Gotta wake that bird up!
Gotta wake ‘em up!
Gotta wake that fox up!

Ich singe. Und während ich singe, denke ich auch kurz an Dich, der mir stets zu sagen pflegte: Ich glaube schon, dass Du Musik kannst.

So singe ich vom Aufwachen und meine damit Einschlafen. Diese Ambilvalenz, sie ist mir so bekannt, sie ist so voller nicht erstrebenswerter Eintönigkeit, Durchsichtigkeit, dass sie selbst das Kind in meinen Armen erst zum Gähnen und dann zum Einschlafen bringt.

Wie lange stand ich hier, auf diesem Boden, in meinem Leben, und habe mit einem Kind im Arm einen Kampf geführt. Kinder gehören nicht in den Krieg gezogen. Ich habe meine Waffen niedergelegt, und mich friedlich frei getanzt.

Es macht keinen Sinn
Augenränder bis zum Kinn
Mein Körper völlig am Ende doch mein Kopf will grade beginnen

Ein anderer Tag, eine andere Nacht.
Und da sehe ich mich um halb vier Uhr morgens lehnend an der Küchenzeile Knoblauch schälen. Und während ich mir immer wieder sage, dass es darin Sinn geben muss, alles passiert zum Besten, alles passiert zum Besten, denke ich auch: Frieden mit Männern schließen heißt Frieden mit den Männern schließen.
Was mache ich, wenn das stimmt.
Was dann.

Schuldgefühle, die mich in der Mitte auseinanderreißen. Manchmal möchte ich mir die Hände vor das Gesicht legen,
und so weiter leben for ever.

Es wird nie so sein, denke ich, dass Menschen verstehen, was sie nicht verstehen wollen. Endlosschleife. Durchgeschnitten. Mir ein neues Leben eröffnet.

Knoblauch hacken, um viertel vor vier Uhr morgens. Teufelsaustreibung betreiben.
An Indien denken und dann an Dich.
Hold your body, not your breath, sagtest Du. Hold your body, not your breath.

„Ich will Dich nicht anhimmeln, aber es passiert(e). Einfach so. Ich finde Dich so unfassbar spannend.“

Die Zuschreibungen der Anderen sind die Zuschreibungen der Anderen.

Männer sind nicht gleich Männer, hier ist er doch, der erste Beweis. Wieso glaubt der Kopf das nicht.

Nur kann ich auch nicht mehr unfassbar sein, es tut mir weh sogar. Ich bin auf Spannung so sehr, was ich brauche ist in eine Nische legen, bestenfalls aus Mann bestehend.

Hast Du noch Fragen?
Ja, tausende.
Nein, Verzweiflungsgedanken hatte ich heute nicht.

Mann: Wachstum und Willenskraft. Verliebtheit und Verstand. Aggression und Aversion. In meinem Kopf fickt es sich gut.

Mädchen: Was ist denn an dir bitte crazy das würde ich gern mal wissen

Frau: Du lernst immer so Männer kennen. Ich: Ja aber ich bin ja auch so eine Frau.

Konsequenzen ziehen.
Aber doch hoffentlich nicht vermischen, das Kind auf den Armen mit dem Kind aus den Erinnerungen, der Mann von damals mit dem Mann von heute. Von weiter weg sieht man besser, näher dran werden Dinge oft kleiner. Letzteres hast Du mir gesagt und damit Angst gemeint. Aber vielleicht war ich schon zu weit weg, unerreichbar liebend lachend zweifelnd leidend schmerzend auf einer Matratze liegend, mit der Schwester sprechend.

Hat irgendwer nach mir gefragt?
Nein Schwester, niemand.
[atmen, wirklich ruhig]
Es ist doch gut. Ich werde nicht vermisst. Es ist doch gut. Ich werde keine Vermisstenanzeigen aufgeben müssen.
Ich werde nicht gefunden und zurückgeführt werden müssen. Ich werde nicht vermisst. Ich werde mich nicht mehr verstecken müssen. Die Wahrheit ist simpel.

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Was ich so an manchen Tagen mache: 1

Ein Moment des schmerzlichen Wachwerdens. Manchmal ist das Aufstehen zermürbend, so aufreißend. Dann ist es so, als könne ich liegen bleiben, obwohl ich mich zuvor eigentlich gar nicht hingelegt hatte. Wie passt das zusammen? Notizen von diesem Morgen fielen mir heute in die Hand.

Aufstehen. Bringt ja doch nichts.
Chai aufsetzen
Frühstück machen
Chai, oh Chai

Musik entdecken, die man sich nicht vorstellen kann.
In die Musik eintauchen.
Neue Welten finden. Und plötzlich die Eigene mit anderen Augen sehen.
Prospekte, Kartoffelschalen, Tassen, Küchenhandtücher:
Ständig irgendwas irgendwohin tragen. Immer nur tragen. Ich bin eine Tragende.
Ich bin eine tragende Komödie. Ich bin eine Tragödie.

Im Bett frühstücken. Spätschicht. Im Bett frühstücken. Ein zu früher Dienst.

Wieder an den Küchentisch setzen.
Vieruhrdreiundzwanzig. In Zahlen 4:23.
Nach draußen sehen.
An Wolfgang Herrndorf denken.
Die Episode, als er mit Pinguinkostüm in der Notaufnahme vorspricht: Kopfschmerzen, er kann sich nicht mehr helfen; und erst mal in der Neuropsychiatrie landet. Das mit dem Kostüm sollte ein Witz sein.

Frühstück Teil zwei. Dann fällt mir auf: Ich mache Musik mit meinem Besteck.
Draußen höre ich Leute lachen.
Was mache ich jetzt?

Gestern ein Dialog. Vielleicht das?

„Also einmal, da bin ich von der Leiter gefallen und hatte ein richtiges Loch im Kopf. Und es blutete auch stark. Aber ich konnte den Rettungswagen nicht rufen, ich hatte ja noch nicht geputzt. Bevor ich das Haus verlasse, muss ich immer 3,5 Stunden lang putzen.“
„Aha, okay“, sage ich, „ok.“

„Ähnlich war das auch damals, als ich mir den Arm brach.
Da war es so, dass ich dachte, ich kann doch nicht ohne BH in die Notaufnahme.“

Stille Stille, Wir Wir.

„Haben Sie sich schon einmal mit gebrochenem Arm einen BH angezogen?“
„Nein“, sage ich.
„Ich erzähle das, damit jeder weiß, wie ernst meine Ängste und Zwänge zu nehmen sind.“
„Das finde ich gut“, sage ich.
„Sie glauben gar nicht, wie anstrengend das alles ist.“

Es ist nur das Schreiben, bei dem ich die Welt vergesse.
Zeit und Raum, nichts existiert mehr für mich.
Auch ich bin dann nicht mehr da. Ich bin nicht mehr da.

Ich sehe mich mit dem Fahrrad durch die Fußgängerzone fahren, es ist schließlich so früh am Morgen. Einmal die Menschen auf dem Markt durch einen Filter betrachten. Kleine Wolken, die aus Mündern kommen, offene Handflächen, schillernde Münzen: Papiertüten.

Meine Tasche voll mit Gemüse und dann zum Goldschmied.
Ich passe hier gar nicht rein, denke ich, und stehe wie eine Frau mit grobem Rucksack in einem zarten Juweliergeschäft.

Guten Tag, Herr Goldschmied, sage ich, ich habe geerbt, sage ich, und setze mich.
Diese Ringe (hier), können Sie die wohl weiten?, frage ich.

Ja, meint der Goldschmied lapidar und versucht mich neben viel Schweigen, Schweigen, Schweigen und Ansehen und Mustern doch noch zu überreden, nämlich dazu, die Ringe eine (nur eine) Nummer kleiner zu machen als ich es wünsche, aber er kennt mich nicht, ich bin empfindlich wenn es darum geht, dass irgendjemand irgendetwas an mir kleiner machen will als es ist und zudem bin ich empfindlich, wenn es darum geht, dass mich etwas zu sehr in Besitz nehmen will, ein Ring zum Beispiel, zwischen den und mich dann kein Atemzug mehr passt.

Nein, Herr Goldschmied, sage ich entschlossen. Ich weiß, was ich tue.
Na gut, Sie müssen es selbst wissen, antwortet dieser, der sonst so selten wenig sagt, aber am Ende, als ich fast gehe, erkundigt er sich:
Wie haben Sie mich nur gefunden?
Google, sage ich.
Und der Goldschmied sieht mich an, als verstünde er nicht.
Sie haben einen Google Eintrag, sage ich.
Der Goldschmied nickt.
Ich sage
Auf Wiedersehen.

Wieder frage ich mich, was das für Tage sind. Tage voller Sturm und Regen im Kopf und in den Händen, schwer sind die Füße und so auch die Selbstzerwürfnisse. Dann aber auch ist alles ganz leicht, das kann ich auch sehr gut. Es kommt bei mir immer auf so vieles an.

„Möchtest du da zu der Frau?“, höre ich einen Mann zu seinem Sohn sagen und er zeigt mit dem Finger auf die Frau, die auf einer Bank in einem Glashaus sitzt: mich. Bitte hören Sie auf, mit Steinen nach mir zu schmeißen. Aber auch denke ich “Aha, ich bin also eine Frau(, die auf einer Bank in einem Häuschen sitzt) und werde auch als solche wahrgenommen.” Manchmal frage ich mich halt, ob ich auf andere eher anders wirke, aber dann wär mein Leben ja auch gar nicht mehr spannend.

Bahnfahren, Bahnfahren und an eine andere Reise denken.
-Was ist, wenn ich niemals bei Dir ankomme?

Menschen rempeln an den Sitzen, als wären sie die Protagonisten dieses Alptraumes.
Niemand entschuldigt sich. Keiner sagt Guten Morgen.
In was für einem Zug fahre ich.

Ich muss mich ablenken, an etwas anderes denken. Raus aus dieser Aussichtlosigkeit. Zug fahren und über Fragen nachdenken, die mir noch nie jemand gestellt hat, aber dessen Antworten ich trotzdem schon weiß, beispielsweise: Welches Wort hast Du wohl zumeist bedacht in Deinem Leben?
Welche Lebensmittelkombination löst Vorfreude in Dir aus?

Es ist die Angst vor Euch allen und vor Niemandem. Eigentlich ist es die Angst vor mir und Niemandem.

Könnt ihr Euch eigentlich vorstellen, wie anstrengend das alles ist?

Obwohl ich schon gar nicht mehr kann, fängt es gerade erst an. Wer glaubt mir das?

Arbeit, Arbeit, immer nur Arbeit. Aber dabei auch nette Menschen, die sich für das, was ich mache, interessieren.
Und mit welcher Maschine fliegst Du, fragt K.
Weiß ich doch nicht, sage ich.
Wie Du weißt es nicht.
Ja ich weiß es nicht.
Sag mal die Flugnummer! Oh wow, es ist ein Airbus a380!
Aha
Wie Aha?
Ja Aha halt
Also ich bin noch nicht mit so einer Maschine geflogen, sagt K., so, als wäre er beleidigt, was in mir die Idee aufkeimen lässt, dass es wohl etwas sehr Besonderes sein muss.
Hm. Ok. Dann … was soll ich dazu jetzt sagen K., das tut mir leid oder … vielleicht: danke?
Wann fliegst Du denn los?, fragt K. und macht damit eine Frage zur Antwort. Wortgesellschaften verändern sich.
Um 13.55.
Aha, mhm. Warte mal… Deine Flugzeit beträgt 7 Stunden und 50 Minuten… Hin.
Ok, danke, das hab ich nicht gewusst, sage ich.
Ja, bitte, sagt K.

„Möchten Sie auch ein Eis?“
„Ich habe einen Apfel, danke sehr“, antworte ich.
Und nur, weil Sie auf der Couch sitzen und aufgrund von zu viel falsch dosierter Medikation die Wirbelsäule nicht mehr strecken können, sehen sie auf mich herab und lächeln. Oder sehen sie auf mich herab, weil ich mich vor Sie auf den Boden gesetzt habe. Finden Sie das komisch? „Möchten Sie einen Pudding?“, frage ich sie, nachdem sie ihr Eis gegessen haben, lächelnd, als hätte ich mich mit Ihnen verbündet. „Ja“, sagen sie. So stehe ich auf, aus dem Schneidersitz heraus. Einmal Pudding, bitte sehr. Und setze mich wieder. So sehen Sie mich an. Und dann lächeln sie. Wieder. Warum?
„Ich wünsche Ihnen, dass sie gesund bleiben“, sagen Sie in die Stille hinein.
„Ich wünsche Ihnen, dass sie gesund werden“, bitte ich in die Stille hinein.
Sie lächeln, ich lächle. Romance.

Nach Hause schleppen: ich: mich.

Hat es geklingelt, ja, das hat es, und jedes Mal freut sich mein Herz, trotz der Müdigkeit, läuft es fast über, so winke ich leise das Mädchen hinein und lege gleichzeitig einen Finger auf den Mund, und wie es das schwere Fahrrad über meine Stufen hievt tut es mir leid, aber ich kann gerade nicht helfen, ich telefoniere noch mit einem Auftraggeber. Ich weiß, wie ich meinen Lebensunterhalt verdiene, denke ich. Und da ich keinen Unterschied mache ob das Mädchen da ist oder nicht, telefoniere ich weiter confident und mache Vorschläge und sage, was ich gut oder was ich nicht so gut finde, weil meine Meinung geschätzt wird, und dann denke ich, wieso kann ich mich nie mit einem Mann so fühlen. Warum immer der Vorbehalt. Warum immer dieser Stress. Und als ich dann auflege und das Mädchen entdecke, wie es sich in die Küche geschlichen hat und wie es mein unvollendetes Gericht, das Küchenchaos ignorierend, weil wir sind doch beide so, einfach weiter kochte, da brach ich fast zusammen. Warum ist diese Selbstverständlichkeit nie mit einem Mann möglich. Und dann: Was hat das mit mir zu tun?

Naja Mädchen und jedenfalls, da gegenüber, da ist eine Schlagzeugschule, sage ich.
Stell Dir das mal vor!
Ja, sagt das Mädchen, den Mund voller Vorschusslorbeeren: Schlagzeuger sind sexy.
Der ewig verehrte Mann spielt auch Schlagzeug, sage ich, wie zum Beweis, nur ohne Synonym, mit Vornamen, so, als wären wir bereits eine Symbiose.
Ja stimmt, ich vergaß, der ewig verehrte Mann kann ja alles, antwortet Mädchen.

Ich räuspere mich und sage: „Mädchen“ und lege eine Gabel beiseite: Ziehst Du ihn durch den Kakao Mädchen, machst Du das? Ziehst Du mich und ihn durch den Kakao? Du findest es vielleicht übertrieben aber der ewig verehrte Mann war sogar mal Deutscher Meister in einer ganz bestimmten Sparte dieser Disziplin. Ich sage ja, ich übertreibe nicht, ich täusche mich eventuell, aber übertreiben? Nein. Du wirst schon sehen Mädchen, Du wirst schon sehen, wenn Du ihn siehst, und dann wirst Du sehen, was ich sehe, wenn ich ihn sehe, Du wirst schon sehen.

Wenn ich ihn mal sehe und uns niemand dabei sieht, werde ich endlich das sagen können, worauf ich bereits seit Jahren warte, ich werde Noel Gallagher zitieren und sagen : Excuse me if I spoke too soon, my eyes have always followed you around the room.

Bis dahin Endlosschleife: Was soll ich nur tun, was soll ich nur tun?
Letztlich bedeutet es ja, vorerst zu lernen, zu sich selbst zu stehen, sodass ich endlich aufhöre, neben mich zu fallen, wenn ich vor Dir stehe. This comes first. Das ist alles.

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India.

Dienstag, 11. September 2018.
Tippe an und sage „Was bedeutet ambivalent?“

Wo bin ich.
Welcher Tag ist es. Ist dieser Tag überhaupt heute. Ist heute überhaupt ein Tag. 30 Stunden, soeben noch stand, ging, saß ich neben Dir.
Und auch neben Anderen, so vielen Anderen. 30 Stunden, ein Zug, ein Flug, ein Zimmer. 30 Stunden. Kurzer Schlaf mit langen Unterbrechungen. Good evening, good morning, excuse me, I don‘t know anymore. Ist das ein Tag heute? 30 Stunden. Langer Schlaf mit einer kurzen Unterbrechung.

Wo bin ich.

Nina, where are you.
I want you to come home save so please write me a message and I also want you to know that I’m sad, so sad and I walked down to the market today and I remembered how we walked there yesterday and I miss you a lot, I am sorry.

So sehr bin auch ich verletzt von innen und neben mir, dass ich beim Schreiben nicht einmal mehr das leise Rauschen, das Surren, das Flimmern der Stadt, um 5 Uhr morgens, wie laut kann es denn schon sein, ertragen kann. Alle Fenster zu. Stille.

Frauen in bunten Saris.
Frauen in koolen Jeans, mit kurzen Haaren und Rucksäcken auf Motorrädern. Frauen, die nackt auf den Straßen kauern. Frauen, die auf Toilettenböden sitzen.

Boys auf Motorrädern, die an roten Ampeln auf ihr Smartphone sehen.
Visier hoch, Blick runter.
Wehende Haare und Hemden. Indische Menschen haben so schöne Haare. Doch ich sehe nur die von schönen Männern.

Sowieso Männer.
Männer, die Zeitung lesen, während sie Auto fahren.
Männer, die sorgfältig gewickelte Turbane tragen, in weiß, rot, orange oder pink. Ich, wie ich ebendiese beneide, um die Freiheit, die sie haben, weil sie sie sich einfach nehmen. Einfach nicht nachdenken (müssen) über Kleider- und Haarlänge.

Männer, die lachen.
Männer, die zärtlich zueinander sind.

Manchmal denke ich, nirgendwo hat man mehr Angst vor Zärtlichkeit als in Deutschland.

Auf den Straßen: Menschen, die auf Asphalt liegen. Dort sowie hier.
Arbeiter, die während der Fahrt über die Schnellstraße auf dem Dach der Laster schlafen. Mütter, die ihre Kinder auf dem Schoß halten. Während der Fahrt im Auto, während der Fahrt zu fünft auf einem Motorroller. Kinder, die während der Fahrt auf ebendiesen schlafen. Kinder ohne Halt.

Wäscheleinen, die zwischen riesigen Strommästen gespannt sind.
Elektrokabel, welche die Sicht auf Besserung nehmen.

Autos, Autos, überall Autos. Müdigkeit aus allen Augen, aber niemand hier ist des hupens müde. Und doch finden sich einzelne Aufständische, die es mit einem Aufkleber versuchen, auf dem ein verzweifeltes „PLEASE“ steht, gefolgt von „Do not honk!“

Aber Delhi macht, was es will.

So stehe ich da, ungläubiges und stummes Staunen, und sehe auch den Mann, der über die Straße rennt. Ihm scheint alles egal zu sein. Vielleicht läuft er um sein Leben, um seine Liebe, denke ich, vielleicht ist es das.

„Nina.“ Ja, ich höre Dich, ich höre Dich. „Just go, don‘t you worry, nobody will harm you, you just have to go. Go with the flow.“
Okay, I said, and did so.

Eine Straße überquert und ein Blick auf den Mittelstreifen. Menschen, die da liegen. Kinder, die mit Müll spielen. Nichts (an)habend als winzige Unterhosen. Ein Kleinkind, ein Kleinkind. Soeben erst sitzen und doch schon strahlend lachen können, beim Spiel mit einer leeren Plastikdose. Nudity, dirt, waste, traffic.
Die Mutter, wo ist die Mutter, auch sie liegt und der Blick des Kindes geht zurück zu mir und wie soll ich Dich jetzt zurück ansehen, hm? Sag mir wie. Du siehst älter aus als ich, deswegen frage ich das.
„Nina, I said you should go.“

Zähne mit Mineralwasser putzen.
Schwitzend ins Bett legen, schwitzend einschlafen, schwitzend wach werden, schwitzend wieder aufstehen. Fenster auf: Hitze, Gestank, Autos. Delhi ist so eine Überforderung und dennoch: Ich bin ein wenig verliebt.

Den Ganges überqueren bei Nacht. Eine kurze Pause am Straßenrand. Das Leben hier geht bereits um 5 Uhr morgens wieder los. Oder hat es zuvor gar nicht erst aufgehört?

Hunde streicheln. Frauen, die mir mit Sorge in den Augen zuwinken und Gesten machen, die aussehen wie: Nicht anfassen, diese Hunde beißen. I don‘t think so, I replied, don‘t worry.

Einsteigen, weiterfahren, aussteigen.
Tragen, schwitzen, atmen.
Während Menschen, darunter auch Ich, auf einen Zug warten, holt die Frau neben mir nasse Wäsche aus einer Plastiktüte und wringt Kleidungsstück um Kleidungsstück auf dem Bahnsteig aus. Und sitzt da wirklich ein Affe auf dem Dach eines Zuges und isst Naan-Brot? Was habe ich heute eigentlich gegessen?

Ein Zug, endlich, und eine Fahrt durch verwunschene Landschaften. Raus aus dem Lärm. Rein in die Stille. Und auch hier wieder: das unbedingte Bedürfnis, mich in einen See oder auf ein Feld fallen zu lassen. Stattdessen: ankommen.
Wollte ich das?

What is your name?
My name is Nina.
Oh, Nina.
Nina is actually an Indian name.
Did you know this?
There is a main charakter in a popular online game, and she is called Nina.

What is your name?
My name is Nina.
Oh, Nina.
Nina is actually an Indian name.
Did you know this?
We have an actor here in India. She is very successful and her name is Nina.

What is your name?
My name is Nina.
Oh, Nina.
Nina is actually an Indian name.
Did you know this?
Currently it‘s not that popular, but in my father’s generation it is very much.

Oh, Nina.

„Many women which came here were abused by their stepfathers“, she said.
But I never had any stepfather, hadn‘t I?

Diese Hitze wird immer schlimmer. Der eigene Schweiß immer unerträglicher.
Wo soll ich hin?

Allein sein, allein sein.
Ängste haben. Ängste aushalten. Ängste auskotzen, ausschwitzen.
Wissen, dass auch das vorüber geht.

Nichts, Nichts, Nichts.

Nach so vielen Tagen Nichts ist es an der Zeit, zurück zu Dir zu kehren, beschließe ich, zurück in die Stadt, in der Du wohnst, und Du hasst es doch so sehr, hier zu sein. „Nina, please let me know, when you’re arrived. I’ll meet you there.“

Der letzte Tag ist angebrochen und eben diesen verbringe ich nur noch mit Dir. Hast Du keine Angst, dass man Dich mit mir sieht, frage ich. Nein Nina, habe ich nicht.

Bist Du sicher, dass Du es machen willst, F. Du musst das nicht.
Ja, bin ich.
Bist Du sicher, dass Du es niemandem verraten wirst, Nina?
Ja, bin ich.

Okay, so let’s go.

Ein Markt und Menschen und Schweiß und Geschrei, wunderschöne Farben und alles berührt sich und so etwas habe ich noch nie gesehen. Bist Du sicher, dass Du dahin willst, das hast Du mich zuvor mehrmals gefragt. Ja natürlich, habe ich gesagt. Natürlich bin ich sicher. Und da stehe ich und bin ein Mensch voller Erstaunen und Glück und Du siehst mich an und lachst: „I can’t believe that you are so happy at this place Nina, so happy. I can’t believe it.“

Alle Menschen hier sind herber, aber auch gleichzeitig angstfreier zueinander. So schiebst Du jeden beiseite, der uns im Weg steht. Ich sehe Dich an und Du sagst: „Was. Ich habe ihn nicht geschubst, nur zur Seite geschoben“ und so, wie Du die Menschen berührst, so berührst Du auch mich. Selbstbewusst, zärtlich, leicht und warm.

Ich muss sehr viel Geld verdienen, es ist wirklich sehr wichtig. Geld zu haben ist hier sehr wichtig, sagst Du.
– Du F., sag mal, was ist denn, wenn Du nicht mehr arbeiten kannst, weil du krank bist zum Beispiel.
Dann ist es so, dass Dir Deine Familie some support gibt und falls nicht, stirbst Du eben. Nobody cares.

War ich die Frau, die noch vor kurzem lapidar sagte, Geld sei nicht wichtig?
Das war doch ich, oder?

Mein Kosmos.

Come on, Nina. Don’t you want to drink a cup of Chai with my family. I’d be so pleased.
– I don’t know F., I don’t know. Actually I’m not that good in hanging around with families but that is a long story u know.
Okay, okay, no pressure, no pressure.

Eine leise Rikshah und da sagst Du einen Satz: „You are, but I am not that handsome.“
Das stimmt überhaupt nicht, sage ich, und meine es so.

Am Ende dann eine Umarmung und so viele warme Worte.

Ruhe, Ruhe, zwei Stunden, was soll ich tun. Was sind schon zwei Stunden, gefüllt mit Kummer und Ratlosigkeit. Es sind vier Minusstunden. Stunden, die einen trotz Ruhe nur noch müder machen.

Aufstehen, aufstehen. Wie konnte alles so schnell gehen. Eben stand ich doch noch unter einer warmen Regendecke and thought about you and all those messages, full of love in one of it’s diverse performances you were sending to me and btw what does this weather do to my hair.

Oh my.

Maybe this is also the reason why there is love over love in your letter?
Das Wetter macht meine Haare schön.

Ja, ja, ich komme ja schon, keine Sorge. Bitte, Danke. Ja. Danke sehr.

Und dann der erste Schritt raus auf diese Straße, immer noch ist es Nacht, oder ist es wieder Nacht? Ich weiß es nicht. Was ich jedoch ganz genau weiß, ist, dass Du erstmalig nicht wie sonst immer und sogar wenige Stunden zuvor noch genau dort auf mich wartetest. Heimlich und immer dann, als sich unsere Blicke trafen, kehrtest Du mir für kurze Minuten den Rücken zu, und ich folgte Dir, bis wir uns in ein Netz aus Anonymität fallen ließen.

All those streets that we‘re walking are empty now. Empty streets, full of waste. Only cats and dogs were searching for a tiny piece of luck, however that may look like. Was this the place we left behind?

Ich erinnere mich an den ersten Moment, als wir uns sahen. Wie Du dort standest, als hättest Du nur auf mich gewartet, und das hast Du ja auch.
– I wish you’d be the one who‘d bring me to the airport, I type.

Nina, Nina.
Where are you now. I couldn‘t get some sleep. I think I should come to the airport now.
No, please not, please not.
Please don’t stop me.
Please don’t come. Please not, please not.

Okay Nina, okay. Whatever you want, I will accept it.

Let’s play a lovegame, play a lovegame, cause we like it so much.

Wieder mal ankommen, ohne da zu sein. Der letzte Tag ist fast vorüber, und da stehe ich also, mit allen Anderen, und trage ein Geheimnis mit mir herum. Keiner sieht es, nur ich fühle die Vibration, message for message. Love and appreciation too. Ich lache in mich hinein, füttere das Geheimnis, welches in mir wächst. Menschen lächeln mich an. Indische Menschen haben so schöne Haare.

Where are you now. I couldn‘t get some sleep. I think I should come to the airport now.
No, please not, please not.

Einsteigen, Platz nehmen.
Da ist kein Weg mehr zurück.

Ich erinnere mich an den Hinflug. Ich, chipsessend auf boarding wartend. Ich, wie ich beim Aufziehen meines Rucksacks fast den gesamten Inhalt auf dem Boden verteile. Do you need help, a friendly looking woman asked. No, I replied, I only look like this. Ein Flugbegleiter, der beide Daumen nach oben hält und „Super“ sagt, als ich auf die Frage „Angeschnallt?“ mit „Ja“ antworte und mein Gefühl daraufhin: kindlicher Stolz. Ich habe so viel nachzuholen. Ein Sitznachbar und Ingenieur, der zur Begrüßung „Na, Sie haben ja Glück“ sagt und damit meinen Sitzplatz meint, den ich mir zuvor selbst aussuchte. Mein Gefühl daraufhin: kindlicher Stolz. Ich habe so viel nachzuholen. Der Ingenieur erzählt mir viel über das Land, welchem wir uns gemeinsam nähern und welches er alle drei Monate bereist. Später wird er fast fürsorglich fragen: „Konnten Sie etwas schlafen?“

Der Rückflug: Ein Rumms und da sitzen Sie. „I think that’s your’s.“ Ich nicke und sage: Oh. Thanks. Auch sagen Sie: Man man man und man ey und Sie atmen schwer, so schwer. Ich sehe Sie an aber Sie sehen auf den Boden. „Endlich nach Hause“, sagen Sie zu Ihrem Mitreisenden. „Endlich wieder Fleisch essen. Endlich wieder normale Menschen sehen.“ Und am Ende sagen Sie: „Guck mal, wie schön, die Sonne in Deutschland. Meine Sonne.“

Wissen Sie denn nicht, dass es nur eine Sonne gibt? Wissen Sie es vielleicht wirklich nicht? Wir alle leben nur von einer Sonne. Dies ist eine Metapher gegen alles rechts von mir.

So viele Reisemöglichkeiten, wie viele Rikshas, Autos, Bahnsteige, Flugplätze habe ich heute gesehen? Kann man von heute sprechen, wenn ein Unterwegssein länger als einen Tag dauert? Menschen, Menschen, die aus einer Tür herauskommen. Und eine Frau, die im Rahmen stehen bleibt, mit ihrem großen Koffer und viel Ratlosigkeit in den schwachen Armen. Mit einem beherzten Griff packt die vor mir stehende Frau den Koffer, aber die alte Dame hält fest. „Sie müssen loslassen!, Sie müssen loslassen!“, rufen die Menschen der älteren Dame zu. Ja, genau, loslassen, denke ich, aber diese lässt nicht los. So zieht man sie eben gemeinsam mit dem Gepäck aus dem Zug heraus. Halleluja. Festhalten hilft nicht.

Nina, where are you. I want you to come home save so please write me a message and I also want you to know that I’m sad, so sad. I walked down to the market today and I remember how we walked there yesterday and I miss you a lot, I am sorry.

-Don’t you remember, F., we spent so many hours at the market, in Riskhas and cars, drank tea und ate candies, don’t you remember and don’t you forget. That was a present to you and to me, we should appreciate.

I know, I know, it will get better in a few days, I know.

Die Absicht bzgl. India war auch die, etwas dort zu lassen.
Die Absicht bzgl. India war auch die, etwas mitzunehmen.

Was denn jetzt, Frau.

Thank you, thank you, India

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